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Als Blitzableiter wird eine Einrichtung zum Schutz von Gebäuden vor Blitzeinschlägen bezeichnet. Damit stellt der Blitzableiter einen Teil des Blitzschutzsystemes eines Gebäudes dar. Dringt ein Blitz in ein Haus ein, entsteht meist erheblicher Sachschaden, da nahezu alle elektrischen Geräte und Anlagen zerstört werden. Durch die hohe Temperatur (mehrere 1000 °C) steigt die Gefahr eines Brandes.

Eine Blitzschutzanlage vermeidet in erster Linie, dass ein Blitz in das geschützte Gebäude einschlägt. Der Einschlag findet statt dessen in die Blitzschutzanlage statt. Im Falle eines Einschlages bietet die Blitzschutzanlage dem Blitzstrom einen definierten, niederohmigen Strompfad womit Beschädigungen am geschützten Objekt vermieden werden. Ist die Blitzschutzanlage an allen Seiten des Objektes montiert, so fließt der Blitzstrom nach dem Prinzip des faradayschen Käfigs nicht in den inneren, geschützten Bereich.

Die eigentliche Blitzschutzeigenschaft entsteht durch den Spitzeneffekt der geerdeten Blitzableiter. Durch den Spitzeneffekt bildet sich knapp über der Spitze des Ableitsystems eine hohe elektrische Feldstärke. Erreicht die elektrische Feldstärke die Durchbruchfeldstärke für Luft, dieser Vorgang kann auch über mehrere Stufen wie eine Koronaentladung erfolgen, wird die Luft in der unmittelbaren Umgebung ionisiert und damit elektrisch leitfähig. Damit setzt die elektrische Entladung in den Blitzableiter ein. Ein Blitzableiter stellt eine Fangeinrichtung für atmosphärische elektrische Entladungsvorgänge dar.

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